Unser Weg, den Bildungs- und Erziehungsplan umzusetzen

 

Das Selbstwertgefühl des Kindes ist unser oberstes Erziehungsziel, da aus dem Selbstwertgefühl eine positive Lebenseinstellung erwächst. Uns ist es sehr wichtig, die Kinder in ihrer Individualität anzunehmen und ernst zu nehmen. Durch Wert­schätzung und Bestätigung möchten wir bewirken, dass sich jedes Kind für wertvoll hält und mit sich selbst zufrieden sein kann. Gemäß unserem Konzept nehmen wir die Kinder ganzheitlich wahr, das heißt, dass Körper, Geist und Seele von Belang sind. Wir fördern bei jedem Kind grundlegende Kompetenzen und Fähigkeiten, die es dem Kind möglich machen, sich in verschiedenen Situationen zurecht zu finden und Probleme möglichst als Herausforderung zu betrachten und zu bewältigen. Natürlich gestalten wir alle Lernangebote spielerisch, damit diese Spaß und Freude vermitteln.

Soziale Kompetenzen werden beim Umgang mit­einander vermittelt, erworben und er­weitert. Wir helfen den Kindern, gute Beziehungen auf­zubauen, in dem wir ihnen offen und wert­schätzend be­gegnen. Beim Gruppengeschehen lernen die Kinder, die Gefühle und Motive anderer zu verstehen und zu respektieren.

Einfühlungsvermögen, gegenseitige Rücksicht­nah­me, Hilfsbereitschaft und das Übernehmen von Verantwortung werden von den Pädagogen gefördert und vorgelebt. Frei nach dem Motto: „Das erste Wirkende ist das Sein des Erziehers, das zweite, was er tut, und das dritte, was er redet.“ (Romano Guardini).

Jedes neue Kindergartenkind bekommt ein „Helfer­kind“, welches ihm in der Anfangszeit besonders zur Seite steht – egal, ob beim Erlernen der grundlegenden Kindergartenregeln oder beim Anziehen für die Spielzeit im Freien.

Einmal wöchentlich findet eine von Vorschul­kindern geleitete Kinderkonferenz statt, bei der jedes Kind Wünsche und Kritik äußern und Ideen einbringen kann. Dies fördert unter anderem die Kommunikationsfähigkeiten, da sie lernen, sich richtig auszudrücken, andere ausreden zu lassen, zuzuhören und nachzufragen. Sie lernen zusammenzuhalten, sich füreinander einzusetzen und gemeinschaftlich Entscheidungen zu treffen. Unser Bestreben ist, den Kindern den demokratischen Weg der Entscheidungs­findung zu zeigen und die soziale Verantwortung für sich selbst und für andere zu übernehmen. Wir erarbeiten mit den Kindern sinnvolle Regeln und Grenzen und sorgen für deren Einhaltung. Die Kinder erlernen bei uns verschiedene Konfliktlösungstechniken. Unter anderem erfahren sie auch, dass sie die Konflikte anderer Kinder schlichten können.

Über grundlegende ethische Fragen denken wir mit den Kindern nach, sobald diese durch die aktuellen Ereignisse bei den Kindern aufkommen. Auch die Gestaltung der Kinder­gartenräume erfolgt zusammen mit den Kindern.

 

Der situationsorientierte Ansatz geht davon aus, dass die Ausdrucksformen der Kinder (Spiel­ver­halten, Verhalten, Malen, Sprechen, Bewegungen und Träume) aus aktuellen oder zurückliegenden Ereignissen, Erfahrungen und Eindrücken resul­tieren und stellt soziales Lernen und die realen Lebens­bedingungen in den Mittelpunkt.

Unsere Aufgabe als Kindertagesstätte sehen wir darin, die gesamte Persönlichkeit der Kinder zu fördern und pädagogische Angebote vorwiegend aus Situationen zu entwickeln, die für die Kinder auch bedeutsam sind. Wir stellen uns die Frage: Welche entwicklungsförderlichen Bedingungen brauchen Kinder und ihre Familien, um eigene, vorhandenen Ressourcen auf- und auszubauen?

Unsere Projektthemen orientieren sich an den momentanen Interessen und Themen der Kinder oder werden gemeinsam mit den Kindern ausgewählt. Die Neurobiologie zeigt, dass Kinder nur die Themenbereiche und -schwerpunkte aufgreifen und als „Lernmotor“ akzeptieren, die von ihnen mit einer hohen „bedeutsamen Wertigkeit“ versehen werden.

Dadurch, dass die Erfahrungen der Kinder die Themen im Kindergarten bestimmen, sollen künst­liche, idealtypische Lernsituationen vermieden werden. Das alltägliche Leben soll zum Gegenstand des Lernens werden. Die Projektarbeit gestaltet sich als sozialer Prozess, an dem sich Kinder und Erwachsene aktiv beteiligen. Das Ergebnis eines Projekts ist eher zweitrangig – der Prozess der Ent­wicklung zum Ergeb­nis hin ist wichtiger als das Ergebnis selbst.

Alle Kinder arbeiten gemeinsam am Thema. Projektarbeit bedeutet ganz­heitliches Lernen und eine intensive Auseinandersetzung mit einem Thema, das die Förderung der Ent­wicklungs­bereiche umfasst: Kreative Angebote, Lieder, Geschichten, Ausflüge, Wissens­sammlungen, Bücherbetrach­tungen, Experimente, Bewegungs­angebote uvm..

Es baut auf den individuellen Erfahrungen der Kinder, bereits erworbenem Wissen und bereits vorhandenem Verständnis auf. Im Prozess findet die Erweiterung kognitiver, emotionaler, motorischer und sozialer Kompetenzen statt. Projektarbeit heißt: neugierig und offen sein – dies gilt für die Kinder und auch die sie begleitenden Erwachsenen.

Der Zeitraum des Projektes orientiert sich am Interesse der Kinder- von einigen Tagen, bis hin zu einigen Monaten.

 

iStock_000032532260_800x506Gesundheitserziehung bedeutet für uns, dass wir die Kinder anregen, achtsam mit Körper, Seele und Geist umzugehen. Sie sollen die Bedürfnisse ihres eigenen Körpers wahrnehmen (Hunger, Durst, An- und Entspannung, Ruhe- und Bewegungsphase) und sie befriedigen.

Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass Kinder eigene Empfindungen einschätzen und damit umzugehen lernen (Freude, Trauer, Wut usw.).

Zur Achtsamkeit des Körpers zählen bei uns auch die Körperhygiene (Zähneputzen nach dem Essen), die gesunde Ernährung sowie Bewegung.

Bewegung ist für Kinder eine Form des Ausdrucks und ein wichtiger Bestandteil für die Reifung von Muskeln, Knochen, Nervenzellen und vielen anderen Organsystemen. Daher ist es uns wichtig, Kindern viel Bewegungsraum zu bieten: vor allem auch auf unserem Außengelände, bei Spaziergängen, der Nutzung der Turnhalle, den wöchentlichen Waldtagen und Bewegungsprojekten. Kinder sollen gesund aufwachsen. Dazu ist gutes und qualitativ hochwertiges Essen und ausreichende Bewegung eine wichtige Voraussetzung.

Mit unserem erzieherischen Handeln sind wir bemüht, den Kindern die Verantwortung für die Umwelt und Natur näher zu bringen. Wir möchten den Kindern die Schönheit und Vielfalt der Natur zeigen, um so eine Wertschätzung sowie Achtung und Respekt der Natur aufzuzeigen. Über die Auszeichnung „ÖkoKids“, die wir erstmalig in 2014 verliehen bekommen haben, freuen wir uns besonders. Diese Auszeichnung geht an Bildungsprojekte zu umgesetzten Themen Umwelt und Nachhaltigkeit. Seitdem haben wir jedes Jahr an der Zertifizierung teilgenommen und konnten in den letzten Jahren wiederholt die Jury mit unseren Projekten gewinnen und haben sogar die höchste Auszeichnung mit 3 Raben für unsere Einrichtung erhalten. [/tab]

 

Detaillierte Informationen haben wir in unserer Konzeption zusammen gestellt.

Unsere Konzeption

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