Waldkönner Projektwoche

Zahlreiche Aktionen und Erlebnisse bereicherten die Projektwoche zusätzlich zu dem wöchentlichen Waldtag im Kindergartenjahr.

Im Wald wurde anhand verschiedener mitgebrachter Plakate über die verschiedenen „Bewohner“ des Waldes gesprochen, wie sie den Winter verbringen, wo und wie sie leben und was sie fressen. Im Anschluss daran bauten die Kinder in zwei Gruppen aufgeteilt ein passendes Nest für ein Tier, das sie sich aussuchen durften. Immer dabei Kuscheltier Prunella, die wegen eines Schläfchens nichts von alledem mitbekommen hatte und dann die Kinder neugierig fragte, was sie denn verpasst hätte. So konnten alle zusammen das Gelernte noch einmal spielerisch aktivieren und verfestigen.

So stand spielerisches Lernen in dieser Woche im Fokus, sowohl im Wald als auch im Kindergarten, und wurde durch Ausmalen von Tierbildern, Basteln von Waldtieren (einer Eule aus gesammelten Blättern oder einem Fuchs aus Klopapierrollen) und einem Freispiel, bei dem sich alle ein Waldtier aussuchen durften und sich dann wie dieses Tier verhielten. Auch wurde eigens eine Erklärstation errichtet, an der Ben, der Baumfreund, den Kindern alles über seine Baumkollegen Eiche, Kastanie, Birke, Ahorn und Tanne erzählte.

An einem Tag wurde auch gemeinschaftlich Müll, den Leute unachtsam liegen gelassen hatten, aufgesammelt und entsorgt. Dadurch erlernen die Kinder einen achtsamen Umgang mit der Natur.

Beim wöchentlichen Spaziergang durfte jedes Kind einen Abschnitt als Reh, Fuchs oder Schnecke zurücklegen und die diesem Tier typischen Bewegungen imitieren. Durch einen Mitbring- und Verkleidungstag konnten die Kinder entweder sich selbst als ein Waldtier oder Baum verkleiden oder ein Spielzeug oder Buch mit dem Bezug Wald in den Kindergarten mitbringen.

Als krönender Abschluss dieser ereignisreichen Woche wurde dann die Waldweihnacht mit Punsch und Plätzchen und dem Singen von Weihnachtsliedern gefeiert. Mit dabei Prunella und Ben, der Baumfreund.

Zunächst wurde die zuvor ausgesuchte Tanne geschmückt. Dafür bereiteten die Pädagogen im Vorfeld mit den Kindern in der Weihnachtsbäckerei essbaren Schmuck zu, der den Vögeln als Nahrung dient, und fädelten Erdnüsse und Walnüsse an Ketten auf, über die sich insbesondere die Eichhörnchen freuen durften.

Auch brachten alle Kinder zusätzlich verschiedenes Obst und Gemüse von Zuhause mit, um dieses den Tieren im Wald zu schenken. Im alljährlichen Ritual bedankten sich die Kinder beim Wald und den darin lebenden Tieren, dass sie ihn jede Woche nutzen dürfen. Die Kinder entwickeln dadurch ein Gefühl, dass sie ein Teil der Natur sind und ihr mit Respekt und Wertschätzung begegnen sollen und ihr Erhalt von großer Bedeutung ist.